Leserbriefe

150 Millionen in die Sackgasse

Aus ff 04 vom Donnerstag, den 26. Januar 2017

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Die Riggertalschleife ins Pustertal wird von allen bejubelt. Aber hat sie wirklich einen Sinn? Titelgeschichte in ff 3/17

Der regionale Bahnverkehr ist kein Anhängsel des Fernverkehrs, sondern die ­Grundlage jeder tragfähigen Mobilitäts­politik. Die Bewegungen von Ansässigen und Touristen­ auf kurzen und mittleren ­Strecken machen in allen Ländern den allergrößten Teil des Verkehrs aus.
Für die Osthälfte ­Südtirols ist dabei die Priorität klar: bestmögliche Verbindung ­Bruneck–Brixen–Bozen. Brixen ist dabei als Hauptort der ­natürliche Knotenpunkt und bleibt internationaler­ Bahnhof – der ­überregionale Verkehr richtet sich nach der Nachfrage, und der Zeitaufwand für 25 km Bestands­strecke ist tragbar. Im Pustertal muss man sich freilich auch Gedanken ­machen, wie man Kapazitäten für Schnellzüge schafft, die in Zukunft teilweise auch nach Norden abbiegen können.
In die Beschleunigung der Straßen flossen und fließen Landesgelder in Milliardenhöhe. Haupteffekt ist eine ­exorbitante Zunahme des Straßenverkehrs. Da sind Projekte wie die Riggertalschleife nur kleine Gegengewichte zur Schadensbegrenzung.
Oder soll man auch 2027 für die 34 km von Bruneck nach Brixen noch eine Stunde brauchen?
Hanspeter Niederkofler, Bruneck

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