Leserbriefe

Die leidende Minderheit

Aus ff 08 vom Donnerstag, den 23. Februar 2017

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ff 7/17 – ein Heft über die Italiener in Südtirol und ihr Unbehagen

„Die ewigen Stellvertreter“ betitelt ff die Übersicht über die Italiener, die in Südtirol etwas zu melden haben. Die Auflistung bringt aber konkret mehr Präsidenten und Direktoren italienischer Muttersprache als Vize, und zudem ist sie noch lange nicht vollständig. Es fehlen Posten in der Region, in der Armee, in anderen Staatsbehörden, im Gesundheitswesen, bei den Berufskammern usw.
In der Landesverwaltung werden die Führungspositionen nach Proporz besetzt, beim Staat, wo der Proporz bei Weitem nicht erreicht ist, sind Italiener als Führungskräfte sogar übervertreten.
Mit Ausnahme des ­Postens des Landeshauptmanns hat das Gerede vom „ewigen Vize“ keine empirische Grundlage. Woran ­bemisst sich überhaupt in Südtirol eine gerechte Verteilung von Spitzenjobs? Der banale Grund für eine eventuelle Ungleichverteilung könnte der sein, dass es nicht in allen Gruppen geeignete Bewerber für Führungspositionen gibt, also allemal kein Anlass für „disagio“.
Thomas Benedikter, Frangart

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