Leserbriefe

Großes Missverständnis

Aus ff 23 vom Donnerstag, den 08. Juni 2017

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ff 22/17 über die miserablen Zweitsprachkenntnisse der Südtiroler Schüler. Und was das über das Land erzählt

Mehrere Sprachen gleich­zeitig, keine ordentlich. Südtirol mit seinen zwei Landessprachen wäre gut beraten, zuerst die jeweilige Muttersprache einer Volksgruppe zu festigen, bevor es sich auf die „Fremdsprache“ stürzt. Die allzu frühe „Beimengung“, dazu noch mit Englisch, setzt dem Tohuwabohu die Krone auf. ­Babylon lässt grüßen.
Ob des alles ­durchdringenden Dialektes vornehmlich bei Südtirolern deutscher ­Zunge erachte ich es als unabdingbar, ein verstärktes Augenmerk auf die Festigung der Hochsprache zu legen. Lieber lernt man eine Fremdsprache aufbauend auf einer soliden muttersprachlichen Basis. In einem zweiten Moment, um nicht mit einem rudimentären Sprachenportfolio dazustehen, das der vermeintlich multilingualen Wirklichkeit nicht gewachsen ist.
Thomas Malfertheiner, Bozen

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