Leserbriefe

Impfen

Aus ff 29 vom Donnerstag, den 20. Juli 2017

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Zwangsimpfung, Impfgegner und die verzwickte Lage der Amtsärzte im Vinschgau. Titelgeschichte in ff 28/17 über ein hoch emotionalisiertes Thema

In den offiziellen Pressemitteilungen des Sanitätsbetriebes zum Treffen zwischen den Amtsärzten des Vinschgaus und den Vertretern des Sanitätsbetriebes wurden nur die positiven Ergebnisse hervorgehoben, aber alle kritischen Punkte der Vereinbarung ausgeklammert.
Ich möchte daran erinnern, dass die Amtsärzte bei der Zusammenkunft ausdrücklich und wiederholt auf den Umstand hingewiesen haben, dass Amtsärzte, die impfen, die gleiche Basishonorierung erhalten wie Amtsärzte, die nicht impfen.
Es wurde deutlich gemacht, dass dies eine eklatante Ungerechtigkeit und Ungleichbehandlung der impfenden Amtsärzte ist, die die Amtsärzte des Vinschgaus in Zukunft nicht mehr gewillt sind hinzunehmen. Sie fordern, dass die impfenden Amtsärzte, die in den Impfzentren Dienst tun, eine angemessene Vergütung bekommen. Bei nicht zufriedenstellender Lösung dieser Fragen sind sie nicht gewillt, dort den Impfdienst zu machen, zumal, falls nicht eine Aufstockung des ärztlichen Personals in den Impfzentren erfolgt, keine Entlastung wie versprochen erfolgen kann. Sie ersuchen darum, nicht zu vergessen, dass die Zielsetzung der
Aktion der Vinschgauer
Amtsärzte von Anfang an die Reduzierung der Arbeitsbelastung war. Sie behalten sich ausdrücklich die Option einer Kündigung des Impfdienstes vor, wenn hier nicht in kürzester Zeit eine eindeutig befriedigende Lösung erfolgt.
Man braucht sicher nicht von heute auf morgen „norret“ werden, wie die Landesrätin Stocker angeblich gesagt hat, aber sie und die anderen Verantwortlichen hatten jede Menge Zeit, die Probleme zu studieren.

Wunibald Wallnöfer, Amtsarzt in Prad

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