Leserbriefe

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Aus ff 14 vom Donnerstag, den 05. April 2018

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Traurig, aber wahr: Warum der Wolf die Landtagswahlen entscheiden wird. Titelgeschichte in ff 12/18

Die in der Ichform verfasste Ansprache des Wolfes an uns Südtiroler mit ihrer kinderbuchmäßigen Aufmachung ist ein beredtes Zeichen für die Vermenschlichung von Raubtieren, wie sie gerne von Menschen aus urbanem Umfeld praktiziert wird.
Dabei vergisst man leider allzugerne, der Realität in die Augen zu schauen. Man ­sollte sich nicht von Lügen und Halbwahrheiten blenden lassen, welche den Wolf als schützenswertes Wildtier verharmlosen und zusehen, wie Pferde, Rinder und Schafe durch Wolfsattacken qualvoll verenden.
Die Probleme der ­Bergbauern sind ohnehin schon groß ­genug. Die schändlich niedrigen Agrarpreise erlauben es den Tierhaltern sowieso nicht, den ohnehin kaum praktikablen und wenig wirksamen Herdenschutz zu bezahlen. Die natürlichste Form der Tierhaltung auf unseren Weiden und Almen ist in Gefahr, und das Paradoxe daran ist, dass die Freunde des Wolfes gleichzeitig vehement Anbindehaltung und Massentierhaltung im Stall ablehnen.
In Südtirol, wo noch eine sehr natürliche und kleinbäuerliche Viehhaltung betrieben wird, sollten wir mit den Bergbauern solidarisch sein, eine Verbreitung des Wolfes im gesamten Alpenraum strikt ablehnen und eine strenge Bestandsregulierung einfordern.
In den Weiten Sibiriens ist die Existenz des Wolfes für die nächsten Jahrtausende ohnehin gesichert. Wer noch Zweifel hat, sollte sich das Video auf YouTube „Die schwerwiegenden Folgen der Wiederkehr des Wolfes in Frankreich“ (Bruno Lecomte) ansehen.
Wahlkampf hin oder her – das Problem muss angegangen werden.

Josephus Mayr, Bozen

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