Leserbriefe

Das große Sterben

Aus ff 18 vom Donnerstag, den 03. Mai 2018

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Titelgeschichte in ff 15/18 über das Verschwinden von Insekten und Vögeln und das Wegschauen von Landwirten und Politik.

Im Zusammenhang mit den gefährdeten Wiegenbrütern habe ich vom Braunkehlchen (und nicht dem häufigen Rotkehlchen, einem Waldvogel) und der Feldlerche gesprochen, die, so wie die anderen genannten Arten, durch Lebensraumverlust, zu frühe Mahd und Intensivierung / Düngung der Wiesen entweder verschwunden oder stark gefährdet sind.
Keinen Sinn ergibt der Satz: „Es nützt nichts, Abzugsgräben zu ziehen und Nistkästen in Obstplantagen aufzustellen, wenn die Nahrungsgrundlage fehlt.“ Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun! Wir brauchen keine weiteren Abzugsgräben – eher müssten welche geschlossen werden.
Ich bemängelte in diesem Zusammenhang die „gepflegten“ Grabenböschungen, wo kein Strauch oder auch keine Hochstaudenfluren stehen bleiben dürfen, die auch für die Winterzeit als Nahrungsplätze oder Verstecke wichtig wären.
Was das Anbringen von Nistkästen und die mangelnde Nahrung betrifft, genügt ein Blick auf das Bild der Obstanlage mit den Sonnenblumen. Was sollen Vögel an Nahrung finden, wenn der Baumstreifen mit Herbiziden behandelt, die Fahrgasse gemulcht wird und dort weder etwas blüht noch Samen reifen können?

Leo Unterholzner, Lana

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