Leserbriefe

Es staut im Kopf

Aus ff 19 vom Donnerstag, den 10. Mai 2018

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Leitartikel in ff 18/18 über die Folgen einer blau­äugigen Mobilitätspolitik

Es ist immer dieselbe ­Leier. Der Verkehr ist der ­einzige Fixpunkt im Universum. Er ist da, er muss abge­wickelt werden und er wächst und wird immer wachsen. Er bringt Entwicklung, Er bringt Wohlstand. Er darf niemals infrage gestellt werden. Und sollte es einmal nicht gelingen, noch mehr Menschen und Dinge in der Gegend hin- und herzukarren, folgt augenblicklich der Absturz in die Steinzeit. So viel zu
Fundamentalismus.
Das Geplärr über den Stillstand ist ordentlich über­zogen. Dass es sich immer wieder einmal staut, gehört in Ballungsräumen zur Normalität. Staus sind das einzige
Regulativ, das bleibt, wenn man die Mobilität nicht steuern will. Die meiste Zeit aber beschränkt sich das ­Problem darauf, dass ein paar Zeitgenossen leiden, weil sie streckenweise mit ihren­ sinnlos übermotorisierten Karren­ 70 fahren müssen. Tut mir leid, wenn ich da einen ­Mangel an Mitgefühl habe.
Hanspeter Niederkofler, Bruneck

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