Leserbriefe

Benko City

Aus ff 06 vom Donnerstag, den 07. Februar 2019

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Die unheimliche Macht des Tiroler Investors René Benko in Südtirol: Titel­geschichte in ff 4/19

Bozen ist schon lange­ ein ­Objekt der ­Begierde für ­Investorengruppen, ­Spekulanten und Reiche, die nur das schnelle Geld ­machen wollen.
Ob unser Superstar Ötzi ­seinen Wohnsitz auf dem Virgl bekommt oder in der Altstadt bleibt, ist für die Stadtbewohner nicht ­wichtig. Für die normalen Bozner ist wichtig, ob sie noch ihre Stadt in Ruhe genießen und sich ihre Stadt noch leisten können. Schon heute zählt Bozen zu den teuersten Städten Italiens, und wenn der Spekulation nicht Einhalt geboten wird, entwickelt sich, verkommt Bozen demnächst zu einer der teuersten ­Städte in Europa. Diese Stadt und das Umland werden sich ­unsere Kinder nicht mehr leisten können.
Leider ist die Landesregierung­ seit Jahren unfähig oder nicht willig, diese Probleme anzugehen, stattdessen verschenkt die SVP den Flughafen für ­einen Sack Zuckerlen. Aber was ist auch von einer Partei zu erwarten, die von Bauern regiert wird und die hauptsächlich Eigeninteressen bedient. Wo bleibt in dieser Volkspartei die große Bevölkerungsschicht der Arbeitnehmer (circa 70 Prozent), wo doch genau diese die Wirtschaft am Laufen hält. Was tut die Landesregierung für leistbaren Wohnraum, die soziale Gemeinschaft und ein Land, das den Einheimischen gehören soll?
Ich hoffe, dass die Gemeinden und die Landesregierung diese Gefahren erkennen und in Sinne von uns allen gegensteuern. Damit unser aller schönes Land so bleibt, wie es ist, und nicht der Spekulation und dem schnellen Geld geopfert wird.

Markus Soini, Bozen

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