Leserbriefe

Im Glashaus

Aus ff 11 vom Donnerstag, den 14. März 2019

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ff 6/19 über das Besucherzenrum am Rosengarten

König Laurin verspürte schon lange Reue darüber, den ­Rosengarten verflucht zu ­haben, weil ihn die Rosen beim Kampf gegen Dietrich von Bern verraten hatten. Ein Traum zeigte ihm nun den Weg zur Versöhnung.
Laurin träumte, am Fuße des Rosengartens, seines ehemaligen Reichs, einen bezaubernden Bergkristall hinzusetzen. So groß und schön sollte dieser sein, dass Menschen aus nah und fern kommen würden, um den herrlichen Bergstock von nächster Nähe zu bewundern. Plötzlich wurde Laurin aber aus seinen Träumen gerissen, denn aus allen Felsritzen und Erdlöchern kamen Zwerge und Nörggelen hervor. Sie riefen ihm zu: „Vergiss ­diesen Traum! Das ist jetzt ­unser Reich. Wir wollen unsere Ruhe und wir brauchen hier heroben keinen Turm aus ­Beton und Glas!“
Bei all dem Geschrei wäre der König beinahe erwacht. Da hörte er die zauberhaften Stimmen von Sängern, die ihn ermunterten, seinen Traum zu verfolgen. Und so geschah es. König Laurin ­beauftragte den besten Baukünstler des Landes, vor dem Rosengarten einen magischen Bergkristall aufzustellen.
Seitdem erfreut der Rosengarten die Menschen nicht nur durch sein abendliches Leuchten, sondern auch durch einen glänzenden Leuchtturm zu seinen Füßen.

Franz Berger, St. Pankraz

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