Leserbriefe

Aufgeheizt

Aus ff 25 vom Donnerstag, den 20. Juni 2019

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Südtirol, die Klimaziele und der Protest der Jugend: Titelgeschichte in ff 23/19

Im Interview betont Klima­forscher Marc Zebisch unter Berufung auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass wir „ …in kürzester Zeit völlig weg müssen von der Verbrennung fossiler Brennstoffe oder der Rodung von Wäldern“.

Diese Mahnung scheint in krassem Gegensatz zu dem seit Monaten zu beobachtenden Kahlschlag immer neuer Gebiete an Südtirols Hängen zu stehen.

Wohin man blickt, verändern in die Wälder rasierte Flächen die Morphologie des Geländes. Wo vorher Mischwald seine regenerierende Kraft entfaltete, prägen neu gespickte Hügel und Geometrien aus Sand die Landschaft.

Wie ist bei den heutigen Kenntnissen zum Klimawandel und seinen Auswirkungen die damit einhergehende doppelte ökologische Belastung (Verlust Ökosystem Wald gegen bewässerungsbedürftigen Rebbau) aus Sicht der Begrenztheit der Wasserressourcen, wie aus hydrogeologischer Sicht zu verantworten? Und welche Auswirkungen wird auf all diesen umgewidmeten Flächen der massive Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf das bereits stark pestizidbelastete Territorium haben?

Die Weltwissenschaft mahnt zu kollektivem, ja globalem Denken und Handeln. Hat man in diesem Land den Knall noch immer nicht gehört?

Patrizia Martini, Bozen

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