„Südtirol war ein Labor“
Der Historiker Giorgio Mezzalira hat neue Dokumente zu den Südtiroler „Bombenjahren“ ausgegraben – sie waren bis vor Kurzem noch geheim. Was verbirgt sich hinter dem „hoch spannenden Material“?
Aus ff 02 vom Donnerstag, den 12. Januar 2017

Siri Shehaj ist seit acht Jahren Rentner. Ein feiner, eleganter Herr, der gut Italienisch spricht. Wenn er vom kommunistischen Regime in Albanien erzählt, senkt er die Stimme, grad so, als würde immer noch jemand mitlauschen. Siri Shehaj war 49 Jahre alt, als er 1991 gemeinsam mit seiner Frau und den zwei Söhnen (damals 8 und 13 Jahre alt) per Schiff nach Italien flüchtete. Danach setzte man ihn mit mehr als 300 Landsleuten in einen Sonderzug. Von Brindisi/Apulien nach Welsberg/Südtirol. Dort wurde er in der Battisti-Kaserne untergebracht.
25 Jahre ist das jetzt her. Siri ist
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