Gesellschaft & Wissen

Der Wunsch nach Freiheit

Libardoni
„Ich bin kein Penner“, sagt Luca Libardoni. „Ich bin ein Clochard.“ Seit fast 40 Jahren lebt der 61-Jährige auf der Straße. © Ludwig Thalheimer
 

Luca Libardoni lebt seit 40 Jahren auf der Straße, weil er frei sein will. Das gibt er auch nicht auf, als sein Sohn es ihm gleichtut. Welchen Preis bezahlt man für so ein Leben?

Hupend fährt ein Motorradfahrer durch die Perathonerstraße. Die Stadt versinkt in der Mittagshitze. Laute Stimmen, Abgase, Musik, die aus einem Auto dröhnt. Luca Libardoni reibt sich mit beiden Händen das Gesicht. Im Schneidersitz sitzt er auf ein paar Wolldecken, sie sind schmutzig und riechen stark. Hier, gegenüber vom Hotel Adria, ganz nah am Busbahnhof in Bozen, ist sein Platz. Seine Heimat, seine Wohnung, sein Leben.
An der Wand hinter ihm hat jemand mit schwarzem Filzstift „Vor dem Gesetz ist jeder gleich“ gekritzelt. Luca lacht abfällig, als er den Satz vorliest. ...

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