Gesellschaft & Wissen

Hoch hinauf, weit hinaus

Aus ff 06 vom Donnerstag, den 07. Februar 2019

Reiner Kauschke
1963 hing Reiner Kauschke 17 Tage in der Zinnen-Nordwand, im Sommer 2018 ­benötigte er dafür nur 17 Stunden: „Mit 90 werde ich es natürlich noch einmal versuchen. © Christoph Hainz
 

Das Meisterstück von Reiner Kauschke war die Winter-Erstbegehung der „Superdirettissima“ der Großen Zinne 1963. Jetzt wurde er 80. Und hat es noch einmal getan.

Ein etwas zu warmer Samstagnachmittag Anfang November in Toblach. Reiner Kauschke, der mich sofort zum Du verpflichtet und bei unüberlegten Sies zurechtweist, sitzt im lichtdurchfluteten Wintergarten seines Reihenhauses. Klein und in die Jahre gekommen, aber immer noch kompakt und geschmeidig, ein Naturbursche. Die tiefe Sonne über dem Birkenkofel blendet ihn. Seine Augen tränen leicht. „Sie ist eh bald weg“, murmelt er mit sächsischem Einschlag. Natürlich hätte er sich auch einfach umsetzen können, aber das bisschen Sonne im Gesicht bringt den gebürtigen Schlesier nicht aus der ...

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  • Christoph Hainz und Reiner Kauschke  Reiner Kauschke, Gerd Uhner und Peter ­Siegert

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