Gesellschaft & Wissen

„Heimat ist eine Waffe“

Aus ff 12 vom Donnerstag, den 21. März 2019

Elsbeth Wallnöfer
Elsbeth Wallnöfer hat von ihrem Vater gelernt, wohin die Verklärung der Heimat führen kann: „Er hat am eigenen Leib erfahren, wohin eine enge Vorstellung von Heimat führt.“ © Haymond Verlag
 

Die Südtiroler Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer sucht nach einer entspannten Form von Heimat. Fern von Nationalismus, Freiwild und Kastelruther Spatzen. (Interview zu "Die große Unbekannte")

ff: Wie lange leben Sie schon in Wien, fern von der Heimat?

Elsbeth Wallnöfer: Seit 34 Jahren bald.

Wie ist das Verhältnis zur Heimat Wien?

Es ist diese Hassliebe, die man hat, wenn man sich irgendwo ein bisschen­ daheim fühlt. Das gilt auch für den Vinschgau, wo ich herkomme. Bin ich da, bin ich glücklich und nach ­einiger Zeit froh, dass ich wieder weg kann.

Hassliebe, wenn man sich daheim fühlt?

Das ist ein bekanntes Phänomen. Das, was alle kritischen ...

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  • Buch „Heimat. Ein Vorschlag zur Güte“ Trachten

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