Gesellschaft & Wissen

„Männer sind immer mitgemeint“

Aus ff 27 vom Donnerstag, den 04. Juli 2019

Illustration Computer
© ff, freepik
 

Die Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch forscht seit 40 Jahren zu geschlechter­gerechter Sprache. Sie sagt: Warum nicht nach Jahrzehnten der Diskriminierung der Frauen einfach nur die weiblichen Endungen verwenden?

ff: Warum macht das Gendersternchen die Sprache nicht gerechter?

Luise F. Pusch: Durch einen Genderstern wird das Wort zerrissen und dadurch haben wir wieder die alte Lösung von früher. Ende der Siebzigerjahre wurde geschrieben: „Leser(innen)“, daraus wurde „Leser/innen“. Das Wort wurde in der Mitte gespalten, was symbolisiert, dass Frauen die zweite Wahl sind: „Wir reden hier von Lesern; Leserinnen sind unter Umständen mitgemeint.“

Das Sternchen besagt also: Das dritte Geschlecht ist ...

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  • Luise F. Pusch.

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