Gesellschaft & Wissen

„Haut ab!“

Aus ff 26 vom Donnerstag, den 25. Juni 2020

Obdachlose in Kiew
„Alles wird gut, wir stehen das zusammen durch“: Circa 5.000 Menschen leben in Kiew ohne Wohnung, zugleich gibt es nur ein städtisches Obdachlosenheim, mit 150 Betten. © Alexander Chekmenev/n-ost
 

Wo in Ländern wie Italien staatliche Unterstützungsangebote für Obdachlose greifen, ­springen in der Ukraine freiwillige Helfer ein. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die strukturellen Probleme besonders sichtbar. Von Daniela Prugger (n-ost).

Die Restaurants am Kiewer Hauptbahnhof haben ihre Außenbereiche wieder geöffnet. „11 h–22 h“ steht auf der Tür eines spärlich besuchten Chinarestaurants. Hip-Hop tönt aus Boxen vor dem Eingang. Auf dem Boden markieren rote Streifen den Abstand, den die Gäste wegen Covid-19 zueinander einhalten sollen. Nur zehn Meter weiter drängen sich 30, 40 Männer und Frauen mit Schutzmasken vor einem Tisch. Sie versuchen, dunkelgraue Schlafmatten und Kleidungsstücke zu erhaschen, Sachspenden, die freiwillige Helfer an diesem Samstag im Mai an die Obdachlosen verteilen. „Ihr blockiert den ...

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  • Obdachlose und Covid-19

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