Unverstanden
Corona und der Umgang damit wird immer mehr zu einer Glaubensfrage. Es vermischen sich Kritik, Wut und krude Theorien. Die Feindbilder sind Politiker, Behörden und Medien. Für Zwischentöne gibt es kaum noch Platz.
Aus ff 46 vom Donnerstag, den 12. November 2020

Es war Mitte Oktober, als der Anästhesist Werner Beikircher auf dem Onlineportal salto einen dramatischen Appell an die Verantwortlichen in Politik und Sanität, aber auch an die Bevölkerung richtete: Entweder wir treffen rigide Maßnahmen und halten uns an die Hygienerichtlinien – so wenig Kontakt mit anderen Personen und Maske –, oder es droht „der Untergang des Abendlandes“.
ff: Ihr Appell fand offenbar kein Gehör. Und jetzt kommt es dick.
Werner Beikircher: Das Bild vom Untergang des Abendlandes habe ich deshalb
Corona und der Umgang damit wird immer mehr zu einer Glaubensfrage. Es vermischen sich Kritik, Wut und krude Theorien. Die Feindbilder sind Politiker, Behörden und Medien. Für Zwischentöne gibt es kaum noch Platz.
Dort, wo derzeit Bagger am Einkaufszentrum des Investors René Benko schaufeln, befand sich einst Bozens größter Friedhof. Stoßen die Arbeiter womöglich noch auf menschliche Überreste?
Die Kampagne des Landes „Jetzt alle“ gegen die Verbreitung des Coronavirus scheint strategisch gut gemacht zu sein. Trotzdem ist sie bedenklich – findet Brigitte Andres.
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