Ohne Pardon
Corona macht den Tod gegenwärtiger – und verwehrt vielen Menschen an ihrem Lebensende das, was so wichtig wäre: ein Abschied in Würde. Für Angehörige ein Alptraum.
Aus ff 52 vom Mittwoch, den 23. Dezember 2020

Absurd war Weihnachten bereits vor 2.000 Jahren. Damals musste jeder im Römischen Reich an seinen Geburtsort, um gezählt zu werden, es war so eine Art Massentest, wohl aber etwas mehr als freiwillige Verpflichtung.
Für Josef, den Nichtvater, eine Strapaze: seiner nicht von ihm hochschwangeren Frau einen sicheren Geburtsort in der Fremde zu organisieren. Man hätte da besser zu Hause bleiben sollen. Wohl nur die Armut ließ diese Frau diesem Mann ins so Ungewisse folgen. Oder, im besseren Fall, das blinde Vertrauen, die einfache Liebe. Oder einfach, weil damals in Palästina die
Corona macht den Tod gegenwärtiger – und verwehrt vielen Menschen an ihrem Lebensende das, was so wichtig wäre: ein Abschied in Würde. Für Angehörige ein Alptraum.
Die Bozner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im Fall One Coin abgeschlossen. Sie geht von einem Betrug in Millionenhöhe aus – unter den Beschuldigten sind mehrere Südtiroler.
Jenseits des Brenners
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