Gesellschaft & Wissen

Millionen für eine Leiche

Bergsteiger Reinhold Messner und Hans Kammerlander
Das ist eine ältere Leiche: Die Bergsteiger Reinhold Messner und Hans Kammerlander beugen sich über den Ötzi, zwei Tage nach dem Fund am 19. September 1991. © Paul Hanny
 

Der Ötzi – aufgefunden vor 30 Jahren – ist Südtirols ­wertvollstes Kulturgut. Begehrt bei Wissenschaft und ­Wirtschaft. Wer bekommt jetzt die Macht über ihn? Und sind die Forschungen an der Leiche noch zu etwas nütze?

Seit Donnerstag vergangener Woche weiß man, wie viel der Ötzi wert ist.
170 Millionen Euro. So viel hat die Signa, das Unternehmen des österreichischen Immobilien-Magnaten René Benko, für ihn geboten.

Die Signa will den „Mann aus dem Eis“, wie er offiziell heißt, auf dem Virgl oberhalb von Bozen unterbringen. In einem neuen Museum für Archäologie, zusammen mit dem Naturmuseum, einem Vergnügungsviertel und einem neuen Konzerthaus, wo dann das Haydn-Orchester das Musical „Frozen Fritz“ (einer der Spitznamen der prominenten Leiche) noch einmal aufführen könnte.

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