Wir haben verschlafen
Bereits vor dem Ukraine-Krieg waren die Preise zu hoch und die Löhne zu niedrig. Jetzt zahlen wir die Zeche – weil wir es verabsäumt haben, in den Boom-Jahren Taten zu setzen.
Aus ff 10 vom Donnerstag, den 10. März 2022
Husten, Gliederschmerzen, große Müdigkeit. Die anderthalb Meter vom Esstisch zur Kaffeemaschine sind anstrengend wie eine Bergtour, der Puls auf 120. Der Geruchs- und Geschmackssinn von Marianne* verschwinden von einem Tag auf den anderen.
Das Virus erwischt Marianne am 15. März 2021. Nach einem negativen PCR-Test ein paar Wochen später gilt sie als genesen, aber gesund ist sie nicht.
Marianne ist eine der vielen Südtiroler*innen, die auch noch nach der akuten Krankheitsphase von vier Wochen an physischen und psychischen Beschwerden leiden, die von der Infektion
Bereits vor dem Ukraine-Krieg waren die Preise zu hoch und die Löhne zu niedrig. Jetzt zahlen wir die Zeche – weil wir es verabsäumt haben, in den Boom-Jahren Taten zu setzen.
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