Haben sie es verstanden?
Die Südtiroler Kirche will den sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen aufarbeiten. Und genau hinschauen. Doch dem Hinschauen müssen Taten folgen.
Aus ff 37 vom Donnerstag, den 11. September 2025

Emilio Ghezzi schreit „Eins!“, und vier Erwachsene, ein Jugendlicher und ich gehen gemeinsam in die Knie. Nach einigen Sekunden das Kommando „Zurück!“, und wir bewegen uns ebenso gleichförmig in den aufrechten Stand zurück. „Zwei!“, und wieder machen alle eine Kniebeuge. Ghezzi, der Trainer, umkreist uns Teilnehmer, kontrolliert, ob die Bewegung sauber ausgeführt wurde. Bei jeder Übung zählt er mit, bei zehn angelangt, brüllen alle gemeinsam „Zehn!“.
So geht das eine Stunde lang: Hampelmann, Laufen auf dem Stand, Liegestützen und immer wieder viele Kniebeugen.
Die Südtiroler Kirche will den sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen aufarbeiten. Und genau hinschauen. Doch dem Hinschauen müssen Taten folgen.
Kellerei „Rottensteiner“, Bozen – kleine Lagrein-Riserva-Vertikale und Präsentation des „Trigon“, ein neuer Super-„L“ aus Bozen-Gries.
Kirche in der Krise. Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen: Nach den Missbrauchsfällen hat sie nichts dazugelernt.
Leserkommentare
Kommentieren
Sie müssen sich anmelden um zu kommentieren.