Hinterfragen als Auftrag
Ulrike Kindl hat die Dolomitensagen entrümpelt und geht modernen Mythen auf den Grund. In Südtirol, findet sie, wäre es an der Zeit, ein einziges großes Kulturinstitut zu schaffen.
Aus ff 49 vom Donnerstag, den 04. Dezember 2025
20 Jahre lang hat Gabriele Di Luca das Südtirol-Thema unermüdlich begleitet. Jetzt hat er in seinem Buch „Lingue matrigne“ die sozio-kulturelle Grundlage der Autonomie, die Erfolgsstory der Südtiroler Zweisprachigkeit, einer kritischen Revision unterzogen. Im Buch fällt er mit kraftvoller Überzeugung ein klares Urteil: Die Zweisprachigkeit ist nicht das Erfolgsmodell, als das es verkauft wird.
Di Lucas Ausgangspunkt ist autobiografisch und entwaffnend ehrlich. Er beschreibt seinen eigenen „sprachlichen Abstieg“: wie er in den 1990er-Jahren aus Begeisterung für Kafka,
Ulrike Kindl hat die Dolomitensagen entrümpelt und geht modernen Mythen auf den Grund. In Südtirol, findet sie, wäre es an der Zeit, ein einziges großes Kulturinstitut zu schaffen.
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