Gesellschaft & Wissen

„Getun, wos zu tian wor“

Seit Anna auf den Hof gezogen ist, hat sich vieles, wenn nicht alles verändert. Wenn sie auf ihre Urenkel schaut, sagt sie: „Ihr habt ja so viele Möglichkeiten.“ © Claudia Grossgasteiger
 

Sie ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, der Zweite Weltkrieg hat sie geprägt. Uroma Anna erinnert sich an eine Zeit, die heute unwirklich erscheint. Text & Fotos: Nathalie Baumgartner (Urenkelin) und Claudia Grossgasteiger

Wenn ich sie besuche, beginnt das Erzählen fast unmerklich. Es ist kein bewusstes „Jetzt erzähle ich dir mein Leben“, sondern die Sätze fallen nebenbei, während sie aus dem Fenster schaut oder langsam ihre Hände faltet.
Meine Uroma ist 93, sie hat immer in Südtirol gelebt. In dieser Zeit hat sie erlebt, wie sich ihre Heimat völlig verändert hat und eine bäuerliche Welt langsam modern wurde. Geschichte bestand für sie aus Tagen, die man überstehen, aus Arbeit, die getan werden musste, und aus Momenten, die sich einprägten, ohne dass man damals wusste, wie wichtig sie

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