Gesellschaft & Wissen

Chronist eines Völkermords

Der Pfarrer und Orient­experte ­Johannes ­Lepsius (links): Er hat den Mord am ­armenischen Volk dokumentiert, der von der Türkei bis heute geleugnet wird. © Wikipedia
 

Vor 100 Jahren starb Johannes Lepsius in Meran. Der Pfarrer und Orientexperte hatte sich als einer von wenigen getraut, den Finger in eine offene Wunde zu legen.

Jetzt gleich ins Archiv gehen, um dort im Totenbuch nachzuschlagen, das ginge leider nicht, sagt Timm Harder. Was man jedoch tun könne: „Stellen Sie einen Antrag, vereinbaren Sie einen Termin mit Herrn Ladurner, unserem Ansprechpartner für Amtshandlungen.“ Man müsse verstehen, sagt der evangelische Pfarrer von Meran: „Das Totenbuch ist unser kleines Heiligtum. Die wichtigste Quelle für die Ahnenforschung.“ Gewisse Rahmenbedingungen, ein Formular ausfüllen, den Ausweis abgeben, Handschuhe benutzen, müssten eingehalten werden, weil es nun einmal verschiedene Sorten Mensch gebe.

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