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Essensauslieferer im ­Zentrum von Bozen: Die Rider arbeiten für große Plattformen, für wenig Geld und als Selbstständige – mit allen Risiken. © Ludwig Thalheimer
 

Kuriere sind aus dem Stadtbild Bozens nicht mehr wegzudenken. Von der Pizza über Kaffee bis zu Hundeleckerlis liefern sie, was die ­Kundschaft bestellt. Aber unter welchen Bedingungen arbeiten die Rider? von Lissy Habermann

Es regnet. Noyon überlegt kurz, ob er sich auf das Fahrrad schwingen soll. Heute werden besonders viele Menschen Essen bestellen. Er mag es nicht, bei schlechtem Wetter zu fahren, aber er weiß auch, was so ein Tag bedeutet: mehr Geld als üblich. Regen ist gut fürs Geschäft. Da er jeden Cent gebrauchen kann, schnallt er sich seinen blauen Rucksack um und fährt los. Nicht weit entfernt blickt ein anderer Mann aus dem Fenster und überlegt ebenfalls, ob er sich auf das Fahrrad schwingen soll. Der kleine Raum mit den zwei Betten wird Farrukh ohnehin wieder zu eng. Warum also nicht raus,

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