Gesellschaft & Wissen

Die minimale Pflicht

Nicola Canestrini, Jahrgang 1973, Rechtsanwalt mit ­Südtiroler Wurzeln – er lebt und arbeitet in Rovereto. © Alexander Alber
 

Eine Fahne bedroht die Ordnung nicht. Die Regenbogenfarben im Landhaus und warum öffentliche Körperschaften nicht „neutral“ sein müssen. Ein Gastkommentar.

Die Landesregierung der Autonomen Provinz Bozen hat sich an einem sechsfarbigen Tuch entzweit. Die Regenbogenfahne, die anlässlich des Pride Month 2026 im Pressesaal des Palais Widmann ausgehängt wurde, hat die Weigerung des Landeshauptmann-Stellvertreters Galateo nach sich gezogen, diesen Saal zu nutzen; die Forderung der Freiheitlichen nach „Neutralität“ der öffentlichen Gebäude; und die Verteidigung durch Landeshauptmann Arno Kompatscher, der die Geste mit der Minderheitenerfahrung Südtirols verknüpft hat. Kann das Verfassungsrecht uns zu diesem Konflikt, zum Streit um Farben

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