Gesellschaft & Wissen

Koksen? Ganz normal!

Bruno Marcato leitet Hands, einen Verein für Menschen mit ­Abhängigkeitserkrankungen: „Die Szene hat sich völlig verändert.“ © Ludwig Thalheimer
 

Bruno Marcato weiß, wie leicht man in ­Südtirol an Drogen kommt. Und wie schwer es ist, davon wieder loszukommen.

Die Person, die vor Bruno Marcato saß, war 26. Mit 13 hatte sie das erste Mal Kokain konsumiert. Sie war zu „Hands“ in die Drogenberatung gekommen, weil der Drogenkonsum ihr körperliche Schmerzen bereitete. Die Person, die das Koksen von den Eltern gelernt hatte, hatte Probleme mit den Nieren und der Bauchspeicheldrüse. Sie sagte, sie könne die Droge nicht mehr genießen.
Bruno Marcato, der seine Sätze gerne mit ausladenden Gesten unterstreicht, weiß, welche Drogen und Medikamente Südtirol nimmt: Kokain, Ketamin, Psychopharmaka vor allem. Und er weiß warum: um sich zu

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