Gesellschaft & Wissen

Silentium

Seit über 800 Jahren gibt es den Deutschen Orden in Südtirol. In Bozen steht die Deutschhauskirche St. Georg, auf dem Foto sieht man die Innenansicht der Kirche. In der Nachbarschaft befinden sich drei Schüler- und Studentenheime, die dem Orden gehören. © Ludwig Thalheimer
 

Ein Missbrauchsvorwurf setzt den ­Deutschen Orden unter Druck. Der Fall ­Florian erzählt von Verletzungen, Ermittlungen und einem unmoralischen Angebot. von Andrej Werth

Es muss eine schöne Feier gewesen sein. Vor drei Wochen wurden im Regensburger Dom 21 neue Familiaren von Hochmeister Frank Bayard investiert. „Investieren“ bedeutet beim Deutschen Orden feierlich aufnehmen, und „Familiaren“ oder „Marianer“ werden die Personen genannt, die den Orden in seiner Tätigkeit unterstützen, ohne selbst Brüder oder Schwestern zu sein.
Es ist ein exklusives Netzwerk, das sich in Balleien und Komturen unterteilt. Südtirol bildet die Ballei „An der Etsch und im Gebirge“, hier gibt es 77 Familiaren. Alles Männer, Frauen dürfen aber auch

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