Gesellschaft & Wissen

„Akt der Nächstenliebe“

Martin M. Lintner, 54, ist Professor für Moral­theologie und spirituelle ­Theologie an der Philosophisch-­Theologischen Hochschule in Brixen und Dekan der ­Hochschule. Er beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Thema ­Organspende und Transplantation. © Alexander Alber
 

Warum eine Organspende jede und jeden betrifft und immer freiwillig sein muss. Der Moraltheologe Martin M. Lintner über Ethik und Emotionen.

ff: Im Vorgespräch haben Sie gemeint, Organspende und Transplantation seien spannende Themen. Warum?
Martin M. Lintner: Weil jeder von uns potenzieller Organspender ist und weil jeder von uns in die Situation kommen kann, ein Organ zu brauchen. Ebenso kann jeder einmal am Totenbett eines Angehörigen vor der Frage stehen, ob dessen Organe für die Transplantation freigegeben werden.
Tut man mit einer Organspende etwas Gutes?
Ja. Man ermöglicht damit ­Menschen, die auf eine Organspende angewiesen sind, eine neue

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