Gesellschaft & Wissen

Leben in der Steinwüste

Biologe Andreas Hilpold richtet auf dem Sellastock den Blick auf das, was vielen verborgen bleibt: den Wandel sensibler Hochgebirgsöko­systeme. Die Gelände­arbeit bietet ihm die perfekte Abwechslung zum Laboralltag. © Alexander Alber
 

Die Pflanzenwelt auf unseren ­Berggipfeln verändert sich: ­Wärmeliebhaber ­vermehren sich, Kälte­spezialisten sterben aus.

Pure Bergkulisse. Klare Sicht, Rundumblick auf die Dolomiten. Und die Mondlandschaft des Sellastocks. Vor uns liegt eine schier endlose Steinwüste: ein Plateau aus zersplittertem, kalkweißem Gestein, überragt von mächtigen Felswänden. Genau hier, im scheinbar toten Fels der Berge, vollzieht sich ein in den Medien wenig beachtetes Phänomen: der Wandel der Gipfelflora.
In Südtirol erforscht das Team um Projektleiter Andreas Hilpold von Eurac Research – in Kooperation mit der Universität Innsbruck – acht abgelegene Gipfel am Latemar, auf dem Sellastock sowie in der

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