Dominik Windisch
Für den Biathleten entpuppte sich die erste Lust schnell als Frust. Heute zeichnet er lieber Porträts und liest Inhaltsangaben auf Zahnpastatuben.
Aus ff 11 vom Donnerstag, den 16. März 2017
Literatur: (gm) Der Mann verbringt die Nacht vor dem Aufzug, stehend, den gepackten Koffer neben sich. Julian Barnes (71, er lebt in London) führt uns in seinem neuen Roman ins Moskau der Dreißigerjahre, der Komponist Schostakowitsch wartet darauf, dass er von der Geheimpolizei abgeholt wird – den Anblick will er seiner Familie ersparen.
Die Schergen kommen nicht, doch die Angst bleibt. Stalin persönlich hat in der Prawda den Stab über Schostakowitsch gebrochen, in einem nicht gezeichneten Leitartikel. Man wusste, dass es Stalin war – niemand hatte es gewagt,
Für den Biathleten entpuppte sich die erste Lust schnell als Frust. Heute zeichnet er lieber Porträts und liest Inhaltsangaben auf Zahnpastatuben.
Luca D’Andrea: Im Original trägt Luca D‘Andreas Werk den Titel „La sostanza del male“, in der Übersetzung heißt es „Der ...
Wenn es um die Laus geht, kochen die Emotionen hoch. Wie falsche Scham eine unangenehme Belästigung zu einer lästigen Plage werden lässt.
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