„Vergessen ist leugnen“
Mit der Vertreibung der Juden in den Dreißiger- und Vierzigerjahren hat Südtirol einen Teil von sich selber vernichtet. Eine hochemotionale Begegnung mit den Nachkommen der vertriebenen Juden.
Aus ff 20 vom Donnerstag, den 18. Mai 2017

Am Anfang steht ein Menschenknäuel. Mögen sich Sharks und Jets, Puerto-Ricaner und US-Einwanderer, Chicos und spätpubertierende Boys auch noch so spinnefeind sein: Wenn sich der Vorhang auf der Bühne des Bozner Stadttheaters öffnet, ist Kuscheln angesagt – zumindest ein paar Sekunden lang. Dann beginnt die zerstörerische Zellteilung.
Es ist ein treffendes Bild, das Regisseur Rudolf Frey an den Beginn seiner ersten Musical-Inszenierung stellt. Unzählige Versionen der längst auserzählten Liebesgeschichte um Tony und Maria haben die Unterschiede zwischen den Straßengangs in
Mit der Vertreibung der Juden in den Dreißiger- und Vierzigerjahren hat Südtirol einen Teil von sich selber vernichtet. Eine hochemotionale Begegnung mit den Nachkommen der vertriebenen Juden.
Der Alpenverein Südtirol will die Namen seiner Schutzhütten nur mehr auf Deutsch kommunizieren. Eine rückwärts gewandte Politik, die die zweisprachige Realität des Landes ignoriert und nicht nur Mitglieder italienischer Muttersprache vor den Kopf stößt.
Sie sei nutzlos, ausgehöhlt, ohne Kompetenzen – und gehört abgeschafft. Heißt es seit Jahrzehnten. Doch plötzlich gewinnt die ungeliebte Region Trentino-Südtirol an Bedeutung. Dank eines ehemaligen Gemeindepolizisten.
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