Kultur

Poetin der Wirklichkeit

Aus ff 13 vom Donnerstag, den 01. April 2021

Carmen Tartarotti
„Jeder trägt etwas in sich, das er nicht kennt“: Vor einem Jahr entfloh Carmen Tartarotti dem Lockdwon nach Sardinien. © Privat
 

Die Filmemacherin Carmen Tartarotti will nicht aufhören, „das Leben zu erkunden“, auch mit 70 nicht. Beim Filmfestival in Bozen kann man jetzt sehen, wie ­bedeutend ihre Arbeiten sind.

In „Kribus-Krabus-Domine“, dem ersten Film von Carmen Tartarotti aus dem Jahr 1981, gibt es eine Szene, die beschreibt, was die Südtiroler Filmemacherin antreibt und wonach sie sucht.

Ein Mädchen kocht für einen älteren Mann, das Mädchen kann es ihm kaum recht machen. Es sagt, essen wir doch den Salat, bis die Erdäpfel fertig gebraten sind. Du, sagt der Mann, du musst immer etwas Neues erfinden, jeder weiß, was sich gehört, nur du nicht.

Carmen Tartarotti wollte ausbrechen aus dem, was sich gehört. „Filme machen“, sagt sie, „war das Tor zur Freiheit.“

Abonnieren Sie jetzt die ff und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte. Einen Monat für 0,00 € testen Unsere Abo-Angebote im Überblick
Bereits Abonnent?

Leserkommentare

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um zu kommentieren.