Wir haben verschlafen
Bereits vor dem Ukraine-Krieg waren die Preise zu hoch und die Löhne zu niedrig. Jetzt zahlen wir die Zeche – weil wir es verabsäumt haben, in den Boom-Jahren Taten zu setzen.
Aus ff 10 vom Donnerstag, den 10. März 2022
Literatur – Katerina Poladjan: (gm) Am Ende des neuen Romans von Katerina Poladjan (51, sie lebt in Berlin) geht eine Tür ins Freie auf. Janka, die junge Künstlerin, schaut auf eine Landschaft, die sie noch nie gesehen hat, „glücklich wie eine Genesende, die nach langer Krankheit zum ersten Mal nach draußen tritt.“
Janka lebt in einer heruntergekommenen Gemeinschaftswohnung (einer „Kommunalka“, weit weg von Moskau, in einem Zimmer mit Tochter, Mutter und Großmutter, zusammen mit anderen seltsamen Gestalten, jede auf ihre Weise einsam. Der Roman
Bereits vor dem Ukraine-Krieg waren die Preise zu hoch und die Löhne zu niedrig. Jetzt zahlen wir die Zeche – weil wir es verabsäumt haben, in den Boom-Jahren Taten zu setzen.
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