Kultur

Riss der Erinnerung

Aus ff 08 vom Donnerstag, den 23. Februar 2023

Gerti Drassl als ­Faneskönigin: Die Zukunft wird nicht mehr sein, wie wir sie uns ­vorgestellt haben. © Cordula Treml
 

Zeitgenössisches Theater mit poetischer Sprache und klarer Form: Die gelungene ­Uraufführung von Anna Gschnitzers „Fanes“ bei den Vereinigten Bühnen Bozen.

Am Anfang ist das Wort, eine Bestandsaufnahme der Welt. Vor uns eine Wand, braune Kartonplatten auf einen Holzrahmen gespannt. Die Welt ist eine Wüste. Erst später in der Uraufführung von „Fanes“ im großen Haus des Bozner Stadttheaters wird diese Wand Stück für Stück zerfallen und sichtbar werden, was dahinter liegt.

Es ist ein Theater, das Risse in unserer Gesellschaft und in unserem Denken deutlich macht, bei den Individuen, die sich verloren haben, und in der Gesellschaft, die sich nicht erinnern will. Regisseurin Cilli Drexel hat dem poetischen Text von Anna

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