Kultur

Der Mut, zu malen

Robert ­Scherer 2008 im ­Palazzo Malfatti in Ala: ­gesellig, ­Menschen ­suchend, ­zweifelnd. © Alexander Alber
 

Nachruf – Robert Scherer (1928–2026): (gm) Als Robert Scherer nach Wien ging, um Kunst zu studieren, überschritt er Grenzen. Die Grenzen der Besatzungszonen in Österreich, auf dem Dach eines Zuges, die Grenzen der Herkunft, die ihm den Zugang zu Bildung versperrt hatte. Es brauchte Anfang der 1950er-Jahre viel Mut, um Kunst zu studieren.
Scherer war in Kortsch aufgewachsen, die Familie hatte für Deutschland optiert, war nach Österreich gezogen, den Buben überließ man der „nationalpolitischen Bildungsanstalt“ (Napola) in Rufach, die Mutter starb 1940 bei

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