Kultur

Wir, das finstere Draußen

Im Käfig, aber mitten unter uns: Fynn Engelkes in „Die Nacht kurz vor den Wäldern“ auf der Studiobühne des Bozner Stadttheaters. © Luca Guadagnini
 

Theater – Vereinigte Bühnen Bozen: (gm) Der Mann steht in einem Käfig aus Glas. Er redet ununterbrochen, mit einem Gegenüber, das sich freiwillig gemeldet hat für diese Vorstellung, er redet mit uns, gegen uns, das Publikum, das ihn umstellt. Das sich hineinziehen lassen muss in diese 90-minütige Suada voller Trauer, Resignation und Zorn, damit wir nicht Elendsvoyeure sind – was wir ja oft genug sind im wirklichen Leben.
„Die Nacht vor den Wäldern“ (uraufgeführt 1977) von Bernard-Marie Koltès (1948–1989) ist ein Monolog, oft gespielt, jetzt auch in

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