Kultur

Prinzip Vieleckigkeit

Heute zeigt sich Andrés Carlos Pizzinini in Krawatte, Weste und Trenchcoat: „Als ­Jugendlicher war ich ein Rowdy.“ © Helmut Luther
 

Er war eimmal ein radikaler Autonomer mit Lust auf Krawall. Heute ist er ­Traditionalist. Der ­ungewöhnliche Weg von Andrés ­Carlos Pizzinini.

In seinen Sturm-und-Drang-Jahren war er ein Hardcore-Anarchist, ein Radikal-Autonomer mit Lust auf Krawall. Kenntnis­reich erzählt er von Schwarzen Blöcken, Brandstiftung und Barrikadenbau – etwa 2001 beim G8-Gipfeltreffen in Genua, wo Autos brannten, Geschäfte und Banken verwüstet wurden. Ein Demonstrant wurde von einem Carabiniere erschossen.
Heute sei er überhaupt nicht stolz auf diese Phase, sagt Andrés Carlos Pizzinini. Aber offenbar habe er da durch müssen. Um schließlich nach einer 180-Grad-Wende kirchlich zu heiraten, mit seiner Frau zwei Kinder zu bekommen und

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