Wenn alles beim Alten bleibt
Der Autonomiekonvent endet wie das Hornberger Schießen: viel Blabla, null Ergebnisse. Das ist schlecht für unser Land – und gefährlich zugleich. Ausgerechnet die SVP, also die Autonomiepartei, hat es so gewollt.
Aus ff 22 vom Donnerstag, den 01. Juni 2017
Liebe Myriam Atz-Tammerle,
wir wissen nicht genau, woher Sie die Fachkenntnisse haben, um sich mit Ärztinnen TV-Debatten zur Impfpflicht liefern zu können. Auf jeden Fall haben wir gestaunt, wie schnell eine hauptberufliche Gastwirtin auf Rai Südtirol zur Expertin für „Nanodiagnostik“ mutieren kann, wenn es darum geht, Eltern die Prävention madig zu machen. Von einer Packungsbeilage zitierten Sie auf Nebenwirkungen der Impfungen, die von Atemnot über Lähmungen und schwere Entzündungen bis hin zu „dass das Gehirn nicht mehr arbeiten kann“ reichen.
Der Autonomiekonvent endet wie das Hornberger Schießen: viel Blabla, null Ergebnisse. Das ist schlecht für unser Land – und gefährlich zugleich. Ausgerechnet die SVP, also die Autonomiepartei, hat es so gewollt.
Landesrätin Martha Stocker verkündet frohe Botschaften, wenn es um Asylbewerber geht. Dabei leben 200 Flüchtlinge auf der Straße, und die großen Zentren arbeiten mangelhaft. „Das Wegschauen der Politik“, sagt eine freiwillige Helferin, „hat System.“
Wie sich die Grünen von einer Ansammlung von Idealisten zu einem vielseitigen Politikunternehmen wandeln. Und dabei ungewohntes Selbstbewusstsein demonstrieren.
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