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Leben

Sabine Gruber

Aus ff 35 vom Donnerstag, den 29. August 2019

Sabine Gruber
„Ich wäre gern für einen Tag vollständig gesund.“ Sabine Gruber © Peter Eickhoff
 

Die Schriftstellerin hat 25 Jahre Nierentransplantation mit einem Rausch gefeiert und wünscht sich mehr Selbstverantwortung, anstatt an die Fee zu glauben.

Ihre erste Erinnerung?

Der Vorhang des Küchenfensters, der sich über mir bewegt, -während ich auf der Eckbank liege.

Thema des letzten Tischgesprächs?

Salvini, die autoritär faschistische Tradition, an die er anknüpft.

Wohin würden Sie morgen früh verreisen?

Mit Büchern ans Meer, in die Wärme.

Das beste Buch, das Sie zuletzt gelesen haben?

Arthur Koestlers „Sonnenfinsternis“ aus dem Jahr 1940, ein Roman über Stalins Schauprozesse.

Der letzte Rausch?

Im April, ich feierte 25 Jahre Nierentransplantation.

Ihr liebstes Kleidungsstück?

Zur Zeit ein Wickelkleid und eine alte Lederjacke.

Feueralarm: Was retten Sie mit zwei Händen?

Alle Menschen, die ich retten kann.

Sie besitzen ein Abonnement für …

Die Wiener Stadtzeitung Falter.

Lieblingsmenü? Lieblingslokal?

Die Kochkünste meiner Schwester Susanne und Massimo Botturas Osteria Francescana in Modena.

Was war Ihre größte sportliche -Leistung?

Ich habe vor ein paar Jahren für die Attersee-Überquerung trainiert; die Veranstaltung wurde dann wegen Gewitter abgesagt.

Zum letzten Mal gebetet haben Sie ...

Ich bete nicht, ich suche nach konstruktiven Lösungen.

Erste Lust?

Muttermilch?

Sie sind kein Anhänger von ...

Nationalismus, -Rassismus, Antifeminismus

Dieses Talent würde man Ihnen nicht zutrauen:

Ich wäre vielleicht keine schlechte Rallyefahrerin.

In Ihrem Kühlschrank findet sich immer ...

Parmesan, Gemüse.

Der beeindruckendste Mensch der Geschichte?

All die zu wenig beachteten Frauen, die Leben schenken und erhalten; für mich persönlich meine Mutter, die mir eine Niere gespendet hat.

Welches Wort möchten Sie nie mehr hören?

Mich stören keine Wörter, aber menschenverachtende Ideologien.

Was hält Sie in Südtirol?

Meine Familie, meine Freundinnen und Freunde.

Ihre größte Ausgabe in den letzten 12 Monaten?

Ein Fest.

Das möchten Sie können ...

Viele Sprachen sprechen.

Was essen Sie zum Frühstück?

Grüntee, Kaffee, Brot mit selbstgemachter Marmelade.

Ihr Wunsch an die Fee?

Dass keiner mehr an sie glauben möge, mehr Selbstverantwortung.

Ihr größter Fehler?

Ungeduld.

Was lesen Sie auf dem Klo?

Facebook, Magazine, Etymologisches Lexikon.

Ich wäre gern für einen Tag ...

Vollständig gesund.

Was würden Sie mit 1 Million Euro machen?

In Ruhe schreiben, die Ausbildung meiner Neffen unterstützen, minderjährigen Flüchtlingen helfen.

Der beste Geruch?

Die Haut meines verstorbenen Partners.

Nehmt mir alles, außer ...

Das Unersetzbare.

Kurzbio

Sabine Gruber, 56, ist in Meran geboren und lebt in Wien. Sie hat Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft in Innsbruck und Wien stduert. Seit 2000 arbeitet sie als freie Schriftstellerin und schreibt neben Prosa, Lyrik und Essays auch Hörspiele und Theaterstücke.
In Zusammenarbeit mit Renate Mumelter verwaltet sie den literarischen Nachlass der Meraner Schriftstellerin Anita Pichler. Gruber wird im Dezember als erste Südtirolerin den Preis der Stadt Wien in der Sparte Literatur erhalten.

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