„Das könntest auch du sein“
Wer auf der Straße lebt, muss täglich um das Überleben kämpfen. Allein in Bozen sind es 200 Menschen. Tun wir genug für sie?
Aus ff 41 vom Donnerstag, den 10. Oktober 2019
E
igentlich war alles viel größer geplant. Eigentlich sollten die Trienter, 6, 7 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, im Winter mit den Skiern unterm Arm, im Sommer in den luftigen Dreiviertelhosen, gleich neben dem Zugbahnhof in die Seilbahn einsteigen können, um schnell auf den Bondone hinaufzukommen. Aber dann ging das Geld aus.
Es blieb bei der ersten Tranche, also von
Trient in vier Minuten hinauf zum Ortsteil
Sardagna (Projekt des Brixner Ingenieurs Othmar Haas aus dem Jahr 1924). Es ist eine Art exklusiver City-Fahrstuhl zur luftigen Panorama-Terrasse:
Wer auf der Straße lebt, muss täglich um das Überleben kämpfen. Allein in Bozen sind es 200 Menschen. Tun wir genug für sie?
Südtirols Unternehmer jammern oft, dabei haben sie keinen Grund dazu. Ihnen geht es so gut wie nie zuvor – das belegen neue Zahlen. Wer davon profitiert. Und wer nicht.
Monica Trettel
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