Gegen die Wut
Gottfried Solderer (1949–2021) hat mit Sanftmut und Hartnäckigkeit für mehr Medienvielfalt in Südtirol gesorgt. Sein Vermächtnis ist wichtiger denn je – trotz Google und Facebook.
Aus ff 43 vom Donnerstag, den 28. Oktober 2021

Viele Persönlichkeiten haben Südtirol im Lauf der letzten Jahrzehnte verlassen, um andernorts, meist im Ausland, beachtliche, oft große Karrieren einzuschlagen. Bei aller Unterschiedlichkeit verbindet sie eines: Sie sind nicht mehr oder bestenfalls sporadisch nach Südtirol zurückgekehrt.
Anders Ulrike Kindl: Die Sprachwissenschaftlerin hat Venedig verlassen, wo sie 40 Jahre lang als Hochschullehrerin tätig war, um sich nach ihrer Emeritierung in ihrer Heimatstadt Meran niederzulassen. Sie hat sich nicht auf einen abgeschiedenen, der Forschung gewidmeten Ruhestand beschränkt,
Gottfried Solderer (1949–2021) hat mit Sanftmut und Hartnäckigkeit für mehr Medienvielfalt in Südtirol gesorgt. Sein Vermächtnis ist wichtiger denn je – trotz Google und Facebook.
Was man sonst nur aus Thrillern kennt, ist im Südtirol der Sechzigerjahre Realität: Spitzel, Geheimdienste, Bombenanschläge. Christoph Franceschini legt nun den zweiten Band seiner Agentendokumentation vor.
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