Leben
Wann Heimat aufhört
Aus ff 21 vom Donnerstag, den 21. Mai 2026

Klaus, 82, ist der älteste Bauer von Moos in Passeier. Seine Geschichte erzählt von einem Leben voller Arbeit. Was passiert, wenn er einmal nicht mehr da ist? Text und Bilder: Annalena Gufler und Fabian Pircher
Es ist ein lauwarmer Frühlingstag im Jahr 1975. Klaus hält einen Füllfederhalter in der Hand. Schwarze Tinte, weißes Papier. Eine letzte Unterschrift, und der Hof gehört ihm. 50 Jahre später sitzt er noch immer hier, im selben Haus, zwischen denselben Wiesen. Nur das Leben um ihn herum ist leiser geworden, unsicherer. Klaus weiß genau, wann der erste Frost kommt, wann der Schnee liegen bleibt, wann man das letzte Mal Wasser aus dem Brunnen holen sollte. Es ist ein Wissen, das sich nicht aufschreiben lässt und das mit ihm verschwinden wird.
In Südtirol verschwinden
Weitere Artikel
-
-
Neustart unter Druck
Ruth Oberrauch wird im Juni neue Präsidentin der Oberalp-Gruppe. Sie tritt die Nachfolge ihres Vaters Heiner an – und übernimmt auch die Last der Maskenaffäre.
-
Unsere Liebe Frau im Walde, St. Felix
Wir sind am Deutschnonsberg, nahe der Sprach- und Provinzgrenze zu den Trentiner Nachbarn. Der immer noch viel besuchte Marienwallfahrtsort „Unsere Liebe Frau im Walde“ liegt auf 1.345 m Meereshöhe, am alten Fernweg, der vom Meraner Raum über das Gampenjoch (1.518 m) in die Lombardei und nach Mailand führte.
Leserkommentare
Kommentieren
Sie müssen sich anmelden um zu kommentieren.