Leben

Was bleibt

Anja hat zwei ­„Berufungen“. Eine ist ihre Arbeit als ­Krankenschwester, die andere ihr Hilfsverein. Mit ihm unterstützt sie die ­Massai in Tansania. © Ludwig Thalheimer
 

Anja Stecher begleitet Menschen beim Sterben – und ­unterstützt die Massai in Tansania. Warum sie helfen will.

Bin ich wirklich so interessant?“, fragt Anja Stecher, als ff sie zu einem Gespräch einlädt. Es ist ein heißer Freitagnachmittag in Bozen, Stecher hat gerade ihre Frühschicht beendet. Sie kommt von ihrer Arbeit auf der Palliativstation im Krankenhaus Martinsbrunn in Meran, sie und ihre Kollegen und Kolleginnen kümmern sich um Menschen, deren Leben bald vorbei sein wird.
An ihrem Unterarm trägt sie ein Tattoo. Es zeigt einen Umriss Afrikas, darunter steht auf Swahili, der gängigsten Sprache Ostafrikas: fanya unachotaka. Zu Deutsch: „Mach, was du willst.“ Es ist ein

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