Leben

Ganz tief drinnen

Der Schädel ist eine Replik des gefundenen Schädels des Höhlenbären. Das Original liegt im Museum Ursus Ladinicus in St. Kassian. Sichtlich stolz hält ihn Walde hoch. Die Höhlenbären waren um einiges größer als die heutigen Braunbären, sie wogen bis zu 1,2 Tonnen und waren 2,4 bis 2,6 Meter lang. © Alexander Alber
 

Kurt Walde hat die zweite Conturineshöhle ­entdeckt. Ein Sensationsfund. Wie der Bergführer dazu gekommen ist – und was ihn jetzt umtreibt.

Fantastisch“, so beginnt Kurt Walde das Video. Er tritt in eine bislang unentdeckte Höhle ein, hoch über dem Gadertal, mitten in den Dolomiten. Das Video geht viral. Denn Kurt Walde ist vielleicht der erste Mensch, der diese Höhle betreten hat, er hat dort gut erhaltene Überreste von mehreren Höhlenbären gefunden, geschätztes Alter: um die 50.000 Jahre. Es ist eine Sensation, Paläontologen waren aus dem Häuschen. Über 300.000 Menschen sehen die Videos von der Entdeckung. Im Nachhinein erzählt Walde, dass die Veröffentlichung des Fundes geplant war, er sich zusammen mit

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