Leben

Wo der Tirggplent wächst

Zusammen mit seiner Frau Mariagrazia fing Christian Giovanett nach der Jahrtausendwende am Römerhof in Tramin mit dem Maisanbau an: ­Später kam Reis hinzu – beide Getreidesorten haben im Unterland eine lange Tradition. In den Krieg gegen Napoleon sollen die Traminer Standschützen mit einheimischen Reisrationen im Gepäck gezogen sein. © Helmut Luther
 

Den Takt in Tramin geben die Obst- und Weinbauern vor. Nur die Giovanetts vom Römerhof tanzen aus der Reihe. Sie greifen eine alte Tradition auf.

Der vorherrschende Farbton hier ist das Grün. Oben am Fuß des Mendelkamms die Leiten mit den gestriegelten Weinterrassen, unten in der Talsohle die Apfelplantagen – samt nicht gerade fotogenen Hagelnetzen. Tramin ist ein Bauerndorf. Was man an Tagen, wenn sie auf selbstfahrenden Arbeitsbühnen die reifen Äpfel pflücken und mit grünen Kisten beladene Traktoren über die Straßen rumpeln, auch riechen kann. Etwa am Ortseingang hinter einem Kreisel, der, logisch, mit einer steinernen Weintraube geschmückt ist.
Passiert man dort das Obstmagazin, hüllt einen ein süß-säuerlicher

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