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Leitartikel

Einfach die Besten

Aus ff 05 vom Donnerstag, den 31. Januar 2019

Zitat
© FF-Media
 

Kritisieren ist einfach. Auch weil die Regierenden in den Augen vieler ohnehin wenig richtig machen. Also ist auch die Kritik an der neuen Landesregierung groß. Ihr Programm sei beliebig, austauschbar und wenig konkret.
Die Qualität des Personals in der Landesregierung sei ebenfalls mäßig, manche mit den falschen Agenden betraut. Arnold Schuler etwa, meint Sven Knoll von der Südtiroler Freiheit, ­hätte besser die Gemeinden behalten sollen (sie gehen an Landeshauptmann Arno Kompatscher); und Thomas Widmann wäre der richtige Mann für die Mobilität gewesen, die er bereits einmal hatte, und nicht für die Sanität.
Das kann man so sehen. Man kann das ­Ganze aber auch umdrehen und sagen: Dieses Regierungsteam hat die Chance, so gut zu werden wie noch keine Landesregierung vor ihr. Dafür gibt es neun schlüssige Gründe.
Da ist, erstens, der Landeshauptmann. Arno Kompatscher (47, SVP) betreut in den kommenden fünf Jahren die Außenbeziehungen – darin ist er ein wahrer Meister. Dazu kommen Finanzen, Personal, Informatik, Chancengleichheit, Forschung, Innovation und Sport. Damit hat er die Möglichkeit, die Landesverwaltung zu straffen und die Bürokratie abzubauen.
Er kann beweisen, dass ihm Frauen und Männer gleich wichtig sind. Er kann forschen lassen und die Innovation fördern. Bisher wurde sie in Südtirol stiefmütterlich behandelt. Und dann ist da noch der Sport, der darauf hindeutet, dass Kompatscher seine Aufgaben sportlich nehmen wird – und in fünf Jahren noch einmal die Landeshauptmannschaft anstrebt. Das wird ihn zu Höchstleistungen antreiben.
Da ist, zweitens, Arnold Schuler (56, SVP). Er wird wie bisher die Land- und Forstwirtschaft sowie den Zivilschutz verwalten. Dazu kommt der Tourismus. Schuler hat sich in den vergangenen fünf Jahren durchgebissen, auch gegen viele ­Widerstände (zum Beispiel des Bauernbundes). Jetzt kann er durchstarten. Das will er tun.
Drittens kommt Giuliano Vettorato (45, Lega) ins Spiel. Er soll in den kommenden fünf Jahren die italienische Bildung und Kultur sowie Energie und Umwelt managen. Vettorato hat in Leifers bewiesen, dass er regieren kann. Er ist ehrgeizig genug, es an der Spitze des Landes noch besser zu machen.
Viertens: Daniel Alfreider (37, SVP). Der Gadertaler wird die ladinische Bildung und Kultur fit machen. Dabei pendelt er täglich von Kolfuschg nach Bozen, das macht ihn zu einem Experten in Sachen Mobilität, die er weiter verbessern kann. Daneben hat er als Ingenieur bereits am Brennerbasistunnel mitgearbeitet, für den er ebenso zuständig sein wird.

Landesrätin Nummer 5 ist Waltraud Deeg (46, SVP). Wie bisher wird sie die Familien betreuen, dazu kommen Senioren, Soziales und Wohnbau. Es ist ein Megaressort für die erklärte Arbeitnehmerin, und wer sie kennt, weiß, dass sie alles daransetzen wird, es so gut wie möglich zu gestalten.
Sechstens steigt Maria Hochgruber Kuenzer (60, SVP) in den Ring. Sie ist ab sofort die oberste Schutzherrin des Landes – sie schützt den Raum, die Landschaft und die Denkmäler. Das ist eine spannende Herausforderung für die Bäuerin, die bisher eifrig Lobbyarbeit für ihre Zunft betrieben hat. Nun kann sie beweisen, dass sie über den Dingen steht.
Dann ist da noch, siebtens, der Superlandesrat Philipp Achammer (33, SVP-Obmann). Er wird wie bisher die deutsche Bildung und Kultur verkörpern, dazu kommen Industrie, Handel, Dienstleistungen und Arbeit. Das schafft neue Verbindungen, die Achammer als Brückenbauer geschickt für sich nutzen wird.
Massimo Bessone (49, Lega) wird sich, achtens, um Hochbau, Vermögen, Grundbuch und Kataster kümmern. Das ist ein kleines Ressort, das er darum besonders gut bestellen kann.
Und schließlich ist da noch, neuntens, Thomas Widmann (59, SVP). Die Sanität ist eine echte Herausforderung, egal, ob Ärztemangel oder lange Wartezeiten. Widmann liebt Herausforderungen – und er hat das Zeug, sie zu meistern.
Daher gilt: Diese Landesregierung kann die beste aller Zeiten werden. Sie muss es nur richtig anpacken. 

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