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Panorama

Die Sache mit der Lust

Aus ff 31 vom Donnerstag, den 03. August 2017

Glosse: Ich gebe es zu: Der Montag, 31. Juli, ist an mir vorübergegangen, als wäre es der 31. Juli gewesen. Sprich ein Tag ohne besondere Vorkommnisse, ziemlich unaufgeregt. Montag eben, allenfalls ein Tag vor Redaktionsschluss dieses Magazins. Dabei wäre Aufregung durchaus angebracht gewesen. Denn wie in England feierte man auch in Italien den (nationalen) Orgasmus-Tag, Ja, so etwas gibt es – wiewohl der internationale Orgasmus-Tag eigentlich am 21. Dezember begangen wird. Wurscht. Der Tag mag also zweimal im Jahr kommen. Meinetwegen.
Ich finde ja, die Geschichte mit der Klimax, also dem ­Siedepunkt des sexuellen Lust­erlebens, wird maßlos überschätzt. Nun gut, meine jüngeren Kollegen in der Redaktion werden einwenden, dass dieser Zug für mich wie der mit den Althippies in dieser Ausgabe definitiv abgefahren sei. Ich habe mir vorgenommen, Frechheiten dieser Art in stoischer Gelassenheit zu ertragen. Ich halte es sowieso mit der amerikanischen Sexualforscherin und Psychotherapeutin Leonore Tiefer, die einmal sagte: Der Orgasmus ist dazu da, um zu wissen, dass der Sex vorbei ist.
Menschenskinder! So viel Aufsehen um einen – physiologisch gesprochen – zentralnervösen Vorgang. Nein, nein, den Jung’schen sei an dieser Stelle ein tiefgründiges lateinisches Sprichwort ans Herz gelegt, über das zu sinnieren sich vortrefflich lohnt. Omne animal post coitum triste – o.k., ich übersetze es euch: Alle Lebewesen sind nach dem Koitus traurig. Reicht’s jetzt?

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