Populistisch, rechts, aber mit Maio
Die italienische Parteienlandschaft ist seit diesem 4. März nicht wiederzuerkennen. Die Opposition hat die Regierung schachmatt gesetzt. Über eine Revolution, die nicht ganz unerwartet kommt.
Aus ff 10 vom Donnerstag, den 08. März 2018
EU-Kolumne von Ulrich Ladurner: In der Trattoria Biondo Tevere sitzen zu dieser späten Stunde nur mehr wenige Gäste. Ein Mann mittleren Alters, Schiebermütze auf dem Kopf, kaut an einer Pizza, während er ins Leere starrt. Eine Frau, gebeugt vom Alter, sitzt in einer Ecke, isst Fleisch und lässt ihrem Hund unter dem Tisch immer wieder einige Brocken zukommen. „Tieni, amore!“, ruft sie ihm zu. An der Fensterfront, die zum Innenhof hinaus geht, hockt ein Gast mit dicken Brillengläsern auf der Nase und löffelt schlürfend eine Suppe. Das Feuer im Pizzaofen knistert.
Die italienische Parteienlandschaft ist seit diesem 4. März nicht wiederzuerkennen. Die Opposition hat die Regierung schachmatt gesetzt. Über eine Revolution, die nicht ganz unerwartet kommt.
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