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Panorama

Zu viel Gas gegeben

Aus ff 27 vom Donnerstag, den 05. Juli 2018

Pramstrahler
Speckproduzent Pramstrahler in Blumau: Zwei Holzver­gasungsanlagen sorgen seit Monaten für dicke Luft. © Archiv
 

Umwelt und Wirtschaft (doc) Eine Holzvergasungsanlage sorgt in Blumau für dicke Luft – im wörtlichen Sinne. Anrainer des Speckproduzenten Pramstrahler beklagen seit Inbetriebnahme Anfang 2017 großen Lärm, eine Menge Staub, Rauch und Vibrationen. Sie fürchten um ihre Sicherheit (etwa durch die Lagerung der Asche) und ihre Gesundheit.
Die Grünen im Landtag haben sich der Sache angenommen und eine Anfrage gestellt. In seiner Antwort bestätigt der zuständige Landesrat Richard Theiner, dass es Probleme gibt: Bereits im Juni 2017 habe das Amt für Luft und Lärm Vorschriften „für eine Verbesserung der Situation“ erlassen. Im August sei eine Verwaltungsstrafe für Pramstrahler ausgestellt worden, weil die festgelegten Zeiten für den Häcksler nicht eingehalten wurden. Durch verschiedene bauliche Maßnahmen konnte die Firma in der Folge „die Lärmgrenzwerte knapp garantieren“.
Bei den Luftwerten haperte es länger. Das Landeslabor für physikalische Chemie hat im April 2018 am Kamin gemessen – und „eine deutliche Überschreitung des Grenzwertes für Kohlenmonoxid“ festgestellt. Weitere Auflagen folgten: Holzvergasungsanlage und Motoren mussten gewartet, dem Amt ein detaillierter Wartungsbericht vorgelegt werden; würden die Grenzwerte weiterhin nicht eingehalten, dekretierte Landesrat Theiner, sei „der Betrieb der Anlage einzustellen“.
Dazu kam es nicht. Denn mittlerweile sei alles richtiggestellt worden, wie Mitinhaberin Ida Pramstrahler gegenüber ff erklärt. Man versuche wirklich, die Auflagen einzuhalten und so umweltschonend zu arbeiten wie möglich. Ihre Firma habe die Anlage nur gebaut, um auf fossile Energie verzichten zu können. Außerdem sei bei der Messung des Kohlenmonoxids im April ein Teil kaputt gewesen. Bei der letzten Messung habe man den Grenzwert um ein Vielfaches unterschritten.

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